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Kriegsdienstverweigerung heute

13. Jul 2026

Neue pc-Korrespondenz erschienen

Liebe Friedensfreund*innen,

als christliche Friedensbewegung sehen wir die seit Jahren weiter fortschreitende Militarisierung aller Bereiche der Gesellschaft mit großer Sorge. Anfang des Jahres 2026 trat der „Neue Wehrdienst“ in Kraft. Alle jungen Menschen ab 18 Jahren werden nun aktiv von der Bundeswehr angeschrieben und Männer müssen eine Antwort auf die Frage der Bereitschaft zum Wehrdienst geben, Frauen können dies tun. Grund genug, um die neue Ausgabe der Korrespondenz unter das Thema „Kriegsdienstverweigerung heute“ zu stellen.

Der inhaltliche Schwerpunkt beginnt darum mit einem Artikel zu den neuen gesetzlichen Regelungen mit vielen Hintergründen. Im Anschluss lesen Sie ein spannendes Interview mit einem Schüler, der sich aktiv gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht einsetzt und in Münster Schüler*innenstreiks organisiert. Darüber hinaus ein Artikel, der sich kritisch mit einem internen Arbeitspapier von evangelischer und katholischer Kirche auseinandersetzt und welche Rolle dagegen die Kriegsdienstverweigerung spielen könnte und ein Artikel, der auf die Antwortversuche seitens pax christi auf die steigenden Bedarfe nach KDV-Beratung eingeht.

In den Meldungen aus dem Büro wird beispielhaft unsere Friedensarbeit an der Mathilde-Anneke-Gesamtschule in Münster vorgestellt. In den Neuigkeiten aus dem Förderverein finden Sie aktuelle Infos zum Stand der Spendenzusagen für unsere hauptamtlichen Friedensarbeit und zur Möglichkeit, die „Korrespondenz“ digital zu beziehen. Darüber hinaus wollen wir unsere Friedensläufe auch in anderen Städten aufbauen – hier brauchen wir Ihre Unterstützung!

In den Beiträgen von Mitgliedern gibt es einiges zu berichten, denn pax christi ist lokal sehr aktiv. Es gibt dort einen Bericht über einen Studientag der pax christi-Gruppe in und um Sendenhorst in der LVHS Freckenhorst zum Thema Antisemitismus. Weiter finden sich einige Redebeiträge von pax christi Mitgliedern auf verschiedenen Ostermärschen. Außerdem gibt es zwei Berichte über Filmvorführungen. Zum einen zum Film „no other land“ über die Situation in Palästina/Israel in Oldenburg und zum anderen zum Film „Empört euch, engagiert euch!“ über die Ideen und das Leben des französischen Diplomaten Stéphane Hessel. Außerdem findet sich ein Bericht über die Arbeit und Situation im Kongo. Abgerundet wird unsere Ausgabe durch zwei Buchbesprechungen. Zum einen über ein spannendes Manifest der Gruppe „Anastasis“ in Frankreich, die für eine radikale Ernstnahme von Nächstenliebe und Solidarität plädieren und zum anderen über das Buch „Hoffnungsschimmer in einer zerrissenen Welt. Gedichte und Prosa“, das den Spuren von Hoffnung in Gedichten und Prosa nachgeht.

Hoffnung braucht es in diesen Tagen dringender denn je. Wir hoffen, dass diese „Korrespondenz“ in gewisser Weise dazu beitragen kann, die Hoffnung, die sich im Nein zum Krieg und Militarisierung, im Nein zum Kriegsdienst und im Nein zu den bedrückenden Verhältnissen zeigt, auch heute noch wächst.

Wir wünschen darum viel Freude und Erkenntnisse bei der Lektüre und freuen uns über Rückmeldungen!

Die Redaktion (die gerne noch wachsen kann)

Daniel Kim Hügel

Jan H. Röttgers

 

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